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Reerdigung – wenn der Mensch zur Erde zurückkehrt
In dieser Podcast-Folge von ‚Iwwer Gott an d’Welt‘ geht es um eine noch junge, aber viel diskutierte Bestattungsform: die Reerdigung. Dabei wird der menschliche Körper nach dem Tod nicht verbrannt und auch nicht klassisch im Sarg beigesetzt, sondern in einem speziellen Kokon innerhalb von rund 40 Tagen zu fruchtbarer Erde transformiert. Möglich wird dieser Prozess durch natürlich vorkommende Mikroorganismen, die unter kontrollierten Bedingungen wirken können.
Die Reerdigung versteht sich als sanfte und ökologische Alternative zu bekannten Bestattungsformen. Sie knüpft an den natürlichen Kreislauf von Werden und Vergehen an: Aus dem Körper entsteht Erde, die später auf einem Friedhof in die bodenaktive Schicht eingebracht wird und dort neues Pflanzenleben nähren kann. Für viele Menschen steckt darin eine tröstliche Vorstellung – nicht als endgültiges Verschwinden, sondern als Rückkehr in den Kreislauf der Natur.
Gleichzeitig wirft diese neue Form des Abschieds Fragen auf: Wie verändert sich unser Umgang mit Tod und Trauer, wenn wir den Körper nicht mehr als etwas betrachten, das „entsorgt“ werden muss, sondern als Teil eines natürlichen Wandlungsprozesses? Welche rechtlichen, ethischen und emotionalen Herausforderungen bringt eine solche Bestattungsmethode mit sich? Und warum suchen immer mehr Menschen nach nachhaltigeren Formen des Abschieds?
Unsere Folge nähert sich dem Thema Reerdigung zwischen Ökologie, Spiritualität, gesellschaftlichem Wandel und persönlicher Trauerkultur. Sie lädt dazu ein, über den Tod zu sprechen – ruhig, offen und ohne falsche Scheu. Wir wünschen viel Spaß beim Hören des Gesprächs zwischen Bob Reuter und Jörg Litwinschuh-Barthel, einem deutschen Medienwissenschaftler, der zudem Vertreter der Stiftung Reerdigung gGmbH.
Johnny Cash: Hurt (3:49)
Nick Cave: Into My Arms (4:16)
Amenra: A Solitary Reign (fade out after 4 minutes)
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An dëser Sendung gëtt “iwwer Gott an d’Welt” geschwat. De Lex an de Bob vun AHA Lëtzebuerg beliichte verschidden Themen duerch de Brëll vum weltleche Humanismus. […]


